Entwicklung einer auf den industriellen 3D-Druck optimierten IT-Applikationsarchitektur bei einem internationalen Industrieunternehmen

Ausgangslage

Unser Kunde hat sich entschieden, zur Erweiterung seines Business Portfolios massiv in den Bereich Additive Manufacturing (AM), landläufig auch 3D Druck genannt, zu investieren. So wurde ein Entwicklungszentrum definiert und ein auf Additive Manufacturing spezialisiertes Unternehmen übernommen.

Zielsetzung

Im Folgenden galt es, auf Basis der spezifischen Anforderungen von Additive Manufacturing (AM) unter Berücksichtigung strategischer Partnerschaften (Stakeholder) und der Best Practices des Kunden (Geschäftsprozesse) sowie der flächendeckend genutzten IT-Applikationen und Lösungen eine zukunftsorientierte ‚Enterprise Application Landscape‘ zu definieren – und diese dann agil zu realisieren und in den Fokus-Lokationen einzuführen.

Auftrag & Rollen aucoma

Die aucoma war mit der Aufnahme der Geschäftsanforderungen sowie – im weiteren Verlauf – mit der Definition der AM Applikationsarchitektur und der entsprechenden Realisierung und Einführung an zwei Hauptstandorten des Kunden beauftragt.

Vorgehen & Lieferobjekte aucoma

Sowohl die Aufnahme der Anforderungen wie auch deren Lifecycle-Management musste, um den inhaltlichen und zeitlichen Vorgaben gerecht werden zu können, agil durchgeführt werden.

aucoma brachte hierfür SCRUM in die Kundenorganisation ein. Mit dieser agilen Methode konnten die Anforderungen in Zusammenarbeit mit dem internen Product Owner strukturiert in User Stories beschrieben und im Backlog nach Wichtigkeit und Dringlichkeit eindeutig priorisiert werden. Entsprechend wurde sichergestellt, dass die Realisierung und Einführung exakt den Geschäftsanforderungen entsprachen.

Für die elektronische Dokumentation konnten Jira für die User Stories und die weiteren SCRUM Artefakte mit Epics, Sprints etc. sowie Signavio (www.signavio.com) für die Prozessdarstellungen nach BPMN 2.0 eingesetzt werden.

aucoma brachte spezifisch ihre methodischen Darstellungen ‚Capability Matrix‘ sowie ‚Architecture Landscape‘ ein. Diese Konzepte halfen insbesondere auch im Stakeholder Management.

Die additive Fertigung von Metallteilen steckte für die industrielle Fertigung noch in den Kinderschuhen. Dadurch mussten die Anforderungen an die Abbildung der additiven Fertigung – im Gegensatz etwa zu einer traditionellen industriellen Fertigung von Gussteilen – im Detail aufgenommen und verstanden werden. Gleichzeitig entwickelten sich die Fertigungsmethoden in einer Matrix mit den eingesetzten Materialien kontinuierlich weiter. Dies bedingte das Verständnis und die Aufnahme von Spezialanforderungen auch in normalerweise stark standardisierten und mit Best Practices abgebildeten Supportprozessen/-Funktionen wie z.B. dem Controlling (etwa die Abbildung von Kostentreibern).

Es galt zusätzlich die unterschiedlichen Anspruchsgruppen entsprechend ihrer Einordnung, Position und spezifischen Wünsche – welche sich häufig nicht auf Anhieb verstehen und formulieren liessen – abzuholen.

Die Stakeholder mit spezifischem AM Know-how waren physisch verteilt. Während die Kollegen aus dem Entwicklungszentrum die Anforderungen aus Sicht einer Forschungs- und Innovationseinheit einbrachten, ging es dem ehemalig eigenständigen KMU, welches übernommen wurde, um die Sicherung eines reibungslosen Tagesgeschäfts; und die Konzerneinheit wiederum musste dafür sorgen, dass sich die neue Business Unit (BU) ‚AM‘ mit etablierten Mitteln steuern liess. Letztlich kam die wichtige Forderung, eine Struktur zu definieren und einzuführen, welche eine massive Skalierung in Zukunft zuliess.

Wertebeitrag aucoma

Die beschriebenen Vorgehensweisen brachten auch in der sehr herausfordernden Konstellation eines Startups innerhalb eines Konzern unter Berücksichtigung von internen und externen Einschränkungen (Konzernvorgaben, Partnerverträge mit Lieferanten, welche für Schlüsselelemente zwingend eingesetzt werden mussten etc.) den vollen definierten Nutzen:

  • Klarheit in den Anforderungen
  • Valide Basis für die Realisierung
  • Schnelle Realisierung entlang der höchsten Prioritäten
  • Erreichung zentraler, vom Konzern erwarteter Meilensteine

Sehen Sie sich auch mit neuen Technologien konfrontiert, welche Sie nahtlos in Ihr bestehendes Unternehmen integrieren möchten?
Dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren um gemeinsam mögliche Ansätze zu besprechen.

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Über Christoph Zimmerli
Christoph Zimmerli ist Gründungspartner der aucoma ag. Nach seiner Ausbildung zum Betriebs- und Volkswirtschafter (lic. rer. pol.) mit Vertiefung in Wirtschaftsinformatik arbeitete er als SAP-Berater, SAP Competence Center Leiter, internationaler Berater und Projektleiter sowie als global verantwortlicher Manager in den Bereichen IT, M&A sowie Change Management & Organisation.Christoph Zimmerli betreut nationale und internationale Kunden.
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